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Schwarze Witwen im Weinviertel 

Hanna und ihre Schwestern haben eines gemein: ein schlechtes Händchen in der Wahl ihrer Ehemänner. Doch eine Trennung ist eine mühsame Prozedur. Mit der Ankündigung der sterbenskranken Mutter, nur jenen Töchtern etwas zu vererben, die zum Zeitpunkt ihres Todes ohne Mann sind, kommt Bewegung in die Sache. Während Hanna noch zögert, die Scheidung einzureichen, stirbt der erste Schwager … 

 

 

 

 

 

Mord macht Schule 

Das passiert, wenn eine Lehrerin Krimis schreibt und es mit dem Recherchieren zu wörtlich nimmt! Eigentlich wollte Minnerl die verhasste Schulinspektorin nur ausspionieren, um ihrem neuen Roman mehr Leben einzuhauchen. Nun liegt sie tot zu ihren Füßen. Als einige von Minnerls Kollegen dann auch noch kriminelle Ambitionen entwickeln, gerät die Sache vollends außer Kontrolle. 

Eine freche Krimikomödie mit tödlicher Zuckerglasur 

Beate Ferchländer macht in »Das Zimtschneckenfiasko« die Krimiautorin Minnerl zur Heldin der Geschichte, die oft mit mehr Glück als Verstand durch die Ermittlungen stolpert. Sie scheint anfangs sehr festgefahren in ihrem Leben, ist tollpatschig und naiv, was sie im Laufe des Plots immer wieder in brenzlige Situationen bringt. Mit Fortschreiten der Ermittlungen blüht die Protagonistin geradezu auf, sie fasst neuen Mut und geht die Dinge entschlossen an. Mit viel schwarzem Humor und reichlich Gesellschaftssatire beschreibt die Autorin ein sympathisches Chaos, das entsteht, wenn eigentlich unbescholtene Bürger sich plötzlich mit der Täterschaft eines mehr oder weniger versehentlich geschehenen Mordes auseinandersetzen müssen und beim Versuch ihre Spuren zu verwischen noch mehr Unheil anrichten, als sie jemals im Sinn hatten. Die Ereignisse überschlagen sich geradezu und der Leser kann sich bis zum Ende nicht sicher sein, dass Sympathieträgerin Minnerl unbeschadet aus der ganzen Sache herauskommen wird. Angesiedelt im Weinviertel liegt ein leichter österreichischer Ton über dem Krimi, Beate Ferchländer hat zudem einen herrlich sarkastischen Stil gefunden, der überaus unterhaltsam ist. Es ist ein spaßiger, rabenschwarzer Roman entstanden, in dem die titelgebende Leckerei – wie bereits im Vorgänger »Das Nussstrudelkomplott« – unerwartet zur Mordwaffe wird. 

 

 

 

 

 

Bis dass der Mord uns scheidet… 

»Allergietod durch Nuss-Kuss« – ist es Zufall, dass Helene diese Schlagzeile genau dann entdeckt, als ihr Mann sie wieder einmal betrügt? Mit einem einzigen Kuss wäre sie ihn los, denn auch er leidet an dieser ungünstigen Allergie. Doch wie verführt man einen ignoranten Gatten? Als sich Helene daran macht, ihren Mordplan in die Tat umzusetzen, muss sie feststellen, dass sie nicht die Einzige ist, die ihrem Mann ans Leder will . . . 

Eine bitterböse Komödie so rabenschwarz wie die »Vorstadtweiber« 

Starke Frauen, Liebe und Rache, gemixt mit Wiener Schmäh: die-sen hochbrisanten Cocktail serviert die Autorin im luxuriösen Vorort Baden bei Wien. Die Leser folgen der verwöhnten und etwas 

unausgelasteten Diplomatengattin Helene und ihrer tschechischen Haushälterin Tereza durch Wiens Kaffeehäuser und die Welt der Diplomaten, und sind Zeuge, wie sie sich mit den männlichen Stör-faktoren ihres Lebens auseinandersetzen. Mit viel Charme und noch mehr Eleganz beschreibt Beate Ferchländer die von Rachegefühlen geplagte Helene, hinter deren Fassade einer klischeebehafteten »Blondine« sich eine sympathische Intrigantin verbirgt. Die Charaktere sind stark gezeichnet und mit all ihren Macken wunderbar liebenswert. In frischer und ironischer Weise werden sie in immer neue Konflikte verwickelt. Durch einen zweiten Handlungsstrang angetrieben, spitzt sich der Plot dramatisch zu, bevor es zu einem mitreißenden und überraschenden Finale kommt. Eine bitterböse, freche Krimikomödie, die man nicht aus der Hand legen kann.