Fun Facts und mehr

Biografische Daten abseits des „Offiziellen Lebenslaufs“:

Ich habe lange überlegt, was meine Leser:innen wirklich interessieren könnte. Vielleicht, wie ich zum Schreiben kam? Warum Krimis? Die Antwort könnte so lauten:

Das Kriminelle wurde mir anscheinend schon in die Wiege gelegt. Mit einer Datenfälschung! Ich war bei meiner Geburt untergewichtig und v.a. um 2 cm zu klein für die Norm. Die Hebamme schummelte mich um 2 cm größer. Damit entkam ich einem Aufenthalt im Brutkasten. Danke, liebe Hebamme für diesen Gesetzesübertritt!

Während sich das mit der Untergewichtigkeit schnell gab – und mir auch bis dato nicht wieder passierte – musste ich den 2cm-Betrug ein zweites Mal anwenden. Diesmal persönlich und in vollem Bewusstsein der Unrechtmäßigkeit. Laut meinem Führerscheinpapier bin ich 155 cm groß, was glatt gelogen ist. Ich ersparte mir dadurch jedoch den amtlichen Vermerk: „Braucht Sitzpolster“.

Selbst wenn ich in die Politik ginge, könnte man mir daraus allerdings keinen Strick mehr drehen. Dieses Verbrechen ist verjährt, außerdem hat sich das Modell „Keilpolster“ durch technische Errungenschaften wie höhenverstellbare Sitze erübrigt.

Grundsätzlich verlief mein Leben ja recht normativ – sieht man von ein paar krummen Ausrutschern in der Jugend ab. (Aber dafür gibt es gottlob keinerlei schriftliche oder bildliche Nachweise. Im Handy-freien Zeitalter aufgewachsen zu sein, bringt durchaus auch Vorteile …).

Also: Diverse Schulen, Hochschulabschluss in den Fächern Mathematik und Anglistik, welche ich in der Folge jahrelang Gymnasiasten von 10 – 18 schmackhaft machen wollte. Gerüchten nach gelang das meist ganz passabel.

Parallel zum Lehrerinnendasein: brauchbaren Mann geangelt, 2 Kinder großgezogen, Häuschen gebaut, Garten vernachlässigt, weil: Bücher, Bücher, Bücher – die zunächst gelesen, später von mir selbst geschrieben werden wollten.

Erst 5 Krimis und einen Liebesroman im Emons Verlag

Ein paar Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien.

Und zur Abwechslung mal ein Krimidinnerspiel für zu Hause.

Und mein neustes Baby – es wird recht groß geboren werden (kein Schummeln vonnöten): Ein Vinothekenführer für Niederösterreich im Gmeiner Verlag:

Wie ich dazu gekommen bin, ein „Weinbuch“ zu schreiben statt eines Krimis? Gute Frage. Es hat tatsächlich auch mit meinem Leben als Krimiautorin zu tun.

Wir kriminellen Schreiber sind nämlich recht gut vernetzt. Ich bin Mitglied bei den Mörderischen Schwestern, bei den österreichischen KrimiAutorInnen und v.a. im SYNDIKAT e. V., dem Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, wo ich derzeit sogar im Vorstand sitze. (Links siehe Lebenslauf).

Dieses SYNDIKAT vereint mehr als 800 Autor:innen, darunter so große Namen wie Ingrid Noll oder Sebastian Fitzek. Jedes Jahr gibt es ein mehrtägiges, großangelegtes Branchentreffen in einer anderen Stadt (meist in Deutschland, aber wir haben uns auch schon in Wien, Graz und Salzburg und auch in der Schweitz getroffen), mit Workshops und Seminaren für uns, Vorträgen und Lesungen und einer großartigen Gala, in der wir Preise für die besten Krimis des Jahres (den sogenannten GLAUSER) in verschiedenen Kategorien verleihen, für die Allgemeinheit.

Was hat das jetzt alles mit meinem Weinbuch zu tun?

Viel.

Nach so anstrengenden Tagen des intellektuellen Inputs tauschen wir einander auch persönlich aus. Gerne auch an der CRIMINALE-Bar. (Unsere Treffen heißen CRIMINALE, deshalb CRIMINALE-Bar). Und ich habe mir offenbar bei solchen Gelegenheiten einen Ruf als Weinliebhaberin erworben, sodass mich der Krimi-Kollege Uwe Ittensohn, der auch Önologe ist, gefragt hat, ob ich nicht einen Vinothekenführer für Niederösterreich schreiben will. Das Buch würde Teil einer Reihe sein, die mehrere Weingebiete Deutschlands, Österreichs und Südtirol umfassen sollen.

Und so kam es, dass ich mich auf den Wein stürzte, eine Ausbildung an der Weinakademie Krems gemacht habe und mich ins Abenteuer stürzte.

Neben Interviews mit Winzerinnen und Winzern bzw. den Betreiber:innen der von mir ausgewählten Vinotheken, gibt es in diesem schönen Bildband 3 Fachartikel rund um das Thema Wein und einen Teil mit Beschreibungen von Genusswanderungen, die in der Nähe dieser Vinotheken gemacht werden können.

Weil sich kein Mensch einen Bildband zum Wandern in den Rucksack stecken möchte, gibt es zu jeder Wanderung einen Link zu einer kostenlosen Navigationsapp und einer Routenbeschreibung in PDF-Form, die man sich ausdrucken kann oder einfach aufs Handy kopieren.

Erscheinungstermin des Vinothekenführers: 9. September 2026

Wie geht es weiter?

Weil ich beim Recherchieren und Schreiben dieses Buches so viel über Weine, die Arbeit der Winzer:innen, die unterschiedlichen Weingegenden und -lagen gelernt habe, liegt es nahe, dass ich mich nun über einen Weinkrimi hermache. Der soll dann im Herbst 2027 bei Gmeiner erscheinen.

Ihre Beate Ferchländer

Poysdorf im August 2026